Rechtliche Rahmenbedingungen – Geschäftstätigkeit in Indien

Indien bietet europäischen Unternehmen einen offenen und attraktiven Markt für Investitionen und Expansion. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind weitgehend liberalisiert, aber es gelten spezifische Regeln für ausländische Investoren. Switzerland Green Energy GmbH gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Vorschriften (Stand: Januar 2026).

Foreign Direct Investment (FDI)-Politik Die FDI-Politik des Department for Promotion of Industry and Internal Trade (DPIIT) regelt ausländische Direktinvestitionen.

  • Automatic Route: In den meisten Sektoren bis zu 100 % FDI ohne vorherige Genehmigung möglich (z. B. Manufacturing, IT, Handel).
  • Government Route: In sensiblen Bereichen (z. B. Verteidigung, Telekom, Multi-Brand-Retail) ist eine Genehmigung erforderlich. Besondere Regel: Investitionen aus Ländern mit Landgrenze zu Indien (z. B. China) benötigen immer eine Government-Genehmigung.

Wichtige Abkommen für Europäer Das India-EFTA Trade and Economic Partnership Agreement (TEPA) ist seit dem 1. Oktober 2025 in Kraft. Es umfasst die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein und bringt:

  • Zollreduktionen auf viele industrielle Güter.
  • Investitionsverpflichtung der EFTA-Staaten von bis zu 100 Mrd. USD über 15 Jahre.
  • Bessere Marktzugang und Schutz für Investitionen.

Firmengründung und Präsenzformen

  • Wholly Owned Subsidiary (z. B. Private Limited Company): Beliebteste Form – 100 % ausländische Eigentümerschaft möglich. Registrierung über das Ministry of Corporate Affairs (MCA) mit SPICe+-Formular (online, ca. 15–20 Tage).
  • Joint Venture: Partnerschaft mit indischem Unternehmen.
  • Branch/Liaison/Project Office: Für begrenzte Aktivitäten, oft mit RBI-Genehmigung. Alle Formen unterliegen dem Companies Act 2013 und FEMA (Foreign Exchange Management Act).

Steuern und Anreize

  • Körperschaftsteuer: Ca. 25–35 % (plus Surcharge/Cess) für ausländische Unternehmen.
  • Anreize: Production Linked Incentives (PLI), Steuererleichterungen in SEZs, R&D-Absetzbarkeit und sektorale Förderungen.
  • GST (Goods and Services Tax) und andere indirekte Steuern gelten einheitlich.

Wichtige Hinweise

  • Compliance: Jährliche Berichterstattung an MCA, RBI und Steuerbehörden.
  • Risiken: Bürokratische Hürden und sektorale Caps beachten. Die Regierung verbessert kontinuierlich das Ease of Doing Business – Indien rangiert hoch in globalen Rankings.

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